Einmal Kupplung extraleicht

Ich habe sie nicht gewogen, aber viel ist es nicht.

Eine Ergal Schwungscheibe mit 1450 Gramm. Die Kupplungsdruckplatte abgedreht und dann noch der Anlasserzahnkranz stark reduziert. Da erklärt es sich gut, dass der Motor schnell hochdreht und das erste Getriebe 240.000 km gehalten hat.

Der Tacho ist da

Gestern klingelte der freundliche Paketbote und hat Bastelnachschub geliefert. Edles Zeug – Bin gespannt, wie es funktioniert. Leider fehlt noch der Halter, aber der ist auf dem Weg.

In großen Schritten geht es weiter

Ich war fleißig, bin aber nicht dazu gekommen, den Fortschritt zu zeigen.

Der Motor ist raus. Ganz schön schmutzig der Gute. Da werde ich noch putzen müssen.

Jetzt ist alles weg, was weg musste. Dann habe ich einen neuen Halter für den Regler und die Steuereinheit gebaut.


Die Kabel für den Minimal-Kabelbaum sind bereits bestellt und jetzt kann ich mich dem Getriebe widmen. Das muss gewaschen und für den Anbau an den neuen Motor vorbereitet werden.

 

Die Demontage beginnt

Ich hatte es ja erwähnt, jetzt geht es los.

Am Wochenende habe ich mit der Demontage begonnen und es geht gut voran.

So sah es zum Start aus, da waren Verkleidung und Tank schon runter.

 

Der riesige Anzeigenträger hat mir nie richtig gefallen. Sicher klassisch und in den 80ern sehr modern, ist er mir zu „üppig“.

 

Die Verkabelung war bereits angepasst und erneuert. Trotzdem funktionierte einiges nicht wie es sollte.

 

Und unter dem Tank war es auch eher rustikal

 

Da ist es jetzt schon besser, alles raus. Aber leider kommt da ja wieder was rein, denn ohne Elektrik geht es ja nunmal nicht.

 

Auch vorne ist jetzt Platz für die neue Lösung. Lasst euch überraschen!

 

Im Eck steht noch immer der neue Motor und schaut zu……

Ein neues Herz für eine alte Liebe

Es ist schon 6 Jahre her, am 6.8.2016 habe ich meine Moto Guzzi Le Mans 2 gekauft. Damals wollte ich unbedingt eine besondere Moto Guzzi und am Ende habe ich  sie über eine Verkaufsanzeige in Norddeutschland gefunden. Die Verhandlungen waren nicht einfach, der Verkäufer hatte einen Kaufpreis in den Raum geworfen, der viel zu weit von meiner Zahlungsbereitschaft entfernt waren. So hat die Verhandlung vor Ort länger gedauert, aber am Ende waren wir doch einig.

Zurückblickend hätte ich besser noch mehr verhandelt, oder mich für ein anderes Fahrzeug entschieden. Immerhin hatte die Gute 249.000 km auf dem Tacho und hat nach einem Unfall bereits einen Tauschrahmen erhalten. Da der Verkäufer das Motorrad sehr geliebt hat, hatte er aber viel investiert und das Teil stand technisch gut da. Der Motor war getauscht und bereits mehrfach überholt worden und lief wirklich gut. OK, das Getriebe jaulte wie die Feuerwehr, denn es war noch immer das erste!! Dieser und andere kleine Mängel waren gute Hebel in der Verhandlung.

So kam sie am Ende zu mir:

Gut, dass die Überführung auch amtlich belegbar ist

Es ist wie immer bei mir. Steht so ein Teil erstmal in der Garage, wird eh alles repariert, optimiert und angepasst. In diesem Fall aber alles unter der Vorgabe die optische Substanz nicht erheblich zu verändern. Immerhin ist das Fahrzeug (Baujahr 79) seit dem Unfall 1982 in dieser Optik unverändert. Alle Veränderungen sind dokumentiert und daher war die Oldtimer Zulassung im August 2017 nur eine Formalie.

Notwenige Baumaßnahmen gab es in Hülle und Fülle. Dem versenkten Geld trauere ich nicht nach. Denn mir macht nicht nur die Schrauberei, sondern auch das Fahren mit der Roten unglaublichen Spaß!

Hier eine Auflistung nur der größeren Maßnahmen:

  • Die Zündung wurde umgebaut auf eine elektronische von Sachse, die Zündspulen wurden ersetzt
  • T3 Getriebe komplett überholt (Danke an Karo) und eingebaut, nach dem das originale sich mit einem lauten Knall und dem Ausstanzen einer Meisenluke verabschiedet hatte:

 

  • Ergal Schwungscheibe und neue Kupplung verbaut
  • Komplette Elektrik überholt und um 3 kg Kupfer erleichtert
  • Kardan überholt
  • Vergaser überholt
  • Zylinderköpfe überholt

Was  mir immer zu denken gab, war der extrem hochgezüchtete Motor mit seiner P3 Nocke. Die Brennräume sind angepasst, die Ventile tiefer gesetzt, Einlass und Auslass sind auf das maximal mögliche Maß geöffnet, um durch die 40er Vergaser (ohne Beschleunigungspumpe und mit Tupfern) maximal befüllt zu werden. Sowas ist sehr aufwändig und im Schadensfall nur schwer zu ersetzen. Also reifte in mir die Idee, diesen Motor konserviert beiseite zu stellen und einen anderen zu montieren.

Was für ein Zufall das Sascha einen Le Mans 3 Motor übrig hatte und bereit war, diesen für mich aufzubauen. Einmal alles neu Bitteschön…. Und wenn man gerade dran ist baut er auch wieder eine „scharfe Nocke“ von Gerd Neu ein. Dann wird natürlich auch gleich eine Doppelzündung vorgesehen. Anstatt der bisherigen 40er Vergaser werden jetzt 36er PHF verbaut. Das soll dem Drehmoment zuträglicher sein. Zum Glück konnte ich noch recht gut erhaltene  DD/DS im Netz ergattern, die sind nicht eloxiert und sehen klassischer aus, als die aktuell angebotenen.

Da die Optik des Rundmotors bleiben sollte, haben wir die Köpfe und Zylinder des Eckigen 3er Motors Rundfräsen lassen. So soll der Motor bald eine neue Heimat im alten Gerät erhalten und ich kann es kaum erwarten. Was es noch zu entscheiden gibt, ist die Frage der Schwungmasse. Wenn die vorhandene Ergal-Scheibe (1,4 kg versus originalen 3,3 kg) noch gut und ohne Risse ist, werde ich sie verbauen. Wenn nicht, wird es evtl. eine etwas schwerere Variante, aber da bin ich noch unschlüssig.

Jetzt heisst es weiter geduldig auf die Übergabe des Motors zu warten und dann geht es sicher bald an den Einbau!

50er Zweitakter – Die Vergangenheit holt mich ein

Wenn ich so zurückdenke,  dann hatte ich früher immer ein Mofa. Das war dem Umstand geschuldet, dass ich nie einen Führerschein für Mopeds, Mokicks oder Kleinkrafträder gemacht hatte. Da blieb nur das Mofa, denn dafür brauchte man keinen Lappen. Heute habe ich einen Motorradführerschein und darf alles fahren.

Mein Sohn wohnt in der Mitte von Köln und hat keine Garage. Er kam auf die Idee mit der Anschaffung eines Mopeds seine Mobilität auszuweiten, denn diese Klasse (bis 45 km/h) darf er fahren. Immer nur Fahrrad ist möglich, muss aber nicht sein. Ein kleines Moped kann er durch den Flur in den Hof zu den Fahrrädern schieben. Da habe ich mich für ihn auf die Suche gemacht. Am Ende wurde es eine Piaggio Ciao mit 40 km/h Zulassung. Echt Retro das Teil, Mehr 80er geht nicht und mein Sohn hat viel Spaß damit!

Da ich das Teil oft fahren musste, bis es in einem Übergabefähigen Zustand war (klar musste ich daran schrauben) hat es mich gepackt, deshalb habe mich mal nach etwas dieser Klasse für mich umgesehen. Für die schnelle Fahrt ums Eck und in die Stadt, ein Moped und auch gerne was von Piaggio. Die Teile sind so simpel aufgebaut, außerdem begeistern mich Italienische Zweiräder einfach.

Ich habe in ganz hohen Norden etwas gefunden und dank der freundlichen Unterstützung des Verkäufers mit der Spedition nach Hause geholt. Für mich wurde es eine Piaggio SI Montecarlo mit 3 PS (50 km/h Zulassung) auf der wir sogar zu zweit fahren dürfen. Auch hier habe ich kräftig geschraubt und jetzt steht sie schon ganz gut da!

Eine musste raus!

Es war soweit, eine musste raus. Nach der Fertigstellung der neuen Guzzi waren es letztlich 5 dicke Dinger und die rote XS650 habe ich von allen am wenigsten gefahren. Da lag es nahe, sich von dem guten Stück zu trennen. Es ist mir nicht leicht gefallen, aber ich habe es durchgezogen.

Sie war nahezu perfekt und hat jetzt einen neuen Eigentümer.
Thomas, ich hoffe du hast viel Spaß damit!

 

 

Endlich ist es geschafft – Ich habe TÜV

Nein, es war nicht mein TÜV, sondern für die neue Guzzi. Meine HU ist vor gefühlten 30 Jahren abgelaufen und kein Prüfer wird mir gnädig sein! Ok, so richtig neu ist die neue Guzzi auch nicht. So passen wir zwei sicher gut zusammen….

Der Weg zum Ziel war leider etwas länger. Die ganze Geschichte könnt ihr (aktuellster Beitrag oben, also hinten anfangen) hier nachlesen:
Moto Guzzi die 2.

Hier ein Bild vom Tag der Tage

Der Rahmen mit Baujahr 1976 von einer Moto Guzzi Convert (mit Automatik Getriebe), wurde offiziell als „verschrottet“aus Italien überführt und mit dem Motor einer Moto Guzzi Strada Baujahr 1994 versehen. Optisch an die alten Guzzis angelehnt, wurde so alt und neu kombiniert. Das war die Idee und so wurde es jetzt vom TÜV legalisiert.

Der Zusammenbau ist am Ende fast einfacher als die Legalisierung. Ich wollte unbedingt offene Trichter und da muss man erstmal einen kompetenten Prüfer finden, der zur Beurkundung nach §21 fähig und bereit ist. In der Vergangenheit war „Richy“ der Prüfer meiner Wahl. Er ist aber jetzt im Ruhestand und ich habe lange nach einem Ersatz gesucht. Nachdem ich endlich „den“ Fachmann gefunden hatte war es am Ende einfach.

Zuerst  haste ich die Leistung des Motors durch ein Leistungsgutachten belegen. Das kannte ich schon von der Hüttenstahl und es wurde eine Messung der Fahrgeräuschmessung durchgeführt. Diese Messung erfolgt durch die mehrfache Durchfahrung einer Messstrecke mit einer Anfangs-Geschwindigkeit von 50 km/h. Dabei muss die Geschwindigkeit bei halber Nenndrehzahl im zweiten oder dritten Gang anliegen, gemessen wird die Lautstärke dabei von der Seite. Am Anfang der Messstrecke wird bei 50 km/h der Hahn aufgerissen – Vollgas! Bei der Durchfahrung dürfen 84N (N für Nahfeldmessung) nicht überschritten werden.

Wohl wissend, dass das knapp werden kann, habe ich lange Trichter auf geraden Ansaugstutzen montiert. Damit wird zum einen durch die Länge der Geräuschpegel gesenkt und zum andren durch die Ausrichtung nach Hinten das Geräusch nicht in Richtung Messtrecke reflektiert.

Warum konnte es knapp werden? Wenn mit offenen Trichtern bei 50 km/h Vollgas gegeben wird, ist das Ansauggeräusch der Trichter deutlich lauter und präsenter als der Auspuff. Aber der Prüfer bestätigte: Der Grenzwert wurde nicht überschritten.

Nach der Pflicht war die Kür das leichteste. Der Prüfer hatte noch eine nicht lösende Integralbremse festgestellt. Diesen Fehler hatte ich selber verursacht. Ich hatte die zwei Leitungen des Hauptbremszylinders und der vorderen Bremszange am Verteiler montiert, wie bei meiner Le Mans II. Der Verteiler ist aber von der Strada und da wird genau andersrum angeschlossen. Nachdem ich das behoben hatte, musste ich erneut vorführen. Eine kurze Testfahrt hat die Funktion bestätigt und es war alles in „trockenen Tüchern“.

Jetzt noch zulassen und dann geht es auf die Straße. Ich freue mich schon auf (hoffentlich) viele gemeinsame Kilometer. Dabei werde ich sicher noch die ein oder andere Kinderkrankheit wegschrauben müssen, aber das gehört eben dazu.

Aktuell kann ich vermelden, dass jetzt Nummer 5 lebt! Denn sie ist jetzt die 5. im Stall. Wie geht es weiter? Ich lasse mich von mir selbst überraschen!

Bacon Jam

Das wollte ich schon immer mal probieren und heute auf Vatertag habe ich es endlich mal gemacht. Eine Marmelade aus Speck und Zwiebeln, ein Traum aus Süß, Sauer und Salzig. Sie eignet sich perfekt als Topping für alles vom Grill. Ich mag sie besonders im Burger. Da braucht es keine BBQ-Sauße mehr!

Hier die Zutaten:

800g    Bacon
400g    Zwiebeln
100g     rote Lauchzwiebeln (oder Schalotten)
5 St.       Knoblauchzehen
125 ml  Whisky (Lagavulin – rauchiger Islay Whisky, oder ein anderer)
125 ml  Ahornsirup
125g      Rohrzucker
30 ml    Balsamico Essig
1 TL       geräuchertes Paprika Pulver
½ TL     Tellicherry Pfeffer (alternativ Schwarzer Pfeffer aus der Mühle)
1 TL       scharfe Chillisauce
1 St.       Chipotle Chili

Die Zubereitung ist keine große Kunst, es braucht aber etwa 2,5 Stunden, bis zur Fertigstellung.

Der Speck wird in ganz kleine Stücke geschnitten und in der Pfanne auf mittlerer Hitze gegart. Am Anfang verliert er sein Wasser, dann tritt Fett aus. In dem Fett wird der Speck knusprig gebraten. Nach 1,5 Stunden schäumt das Fett und der Speck ist cross. Das Fett wird mit einem Sieb vom Speck getrennt und der Speck auf Küchenkrepp verteilt.

Die Zwiebeln werden in 15-20 min in etwas von dem aufgefangenen Fett glasig gedünstet. Dann wird der Knoblauch und die gehackte Chilli  hinzugegeben und alles angebräunt. Danach kommt der Paprika und die Chilisauße hinzu. Alles unter ständigem Rühren 1 Minute weiter braten und mit dem Whisky und Ahornsirup ablöschen.

Jetzt kann auch der Pfeffer dazu und alles wird 2-3 Minuten eingekocht bis der Whisky Dunst verflogen ist. Dann den Balsamico Essig und den Rohrzucker zu den Zwiebeln geben und alles eindicken. Zum Schluss kommt der knusprige Bacon wieder zurück in die Pfanne und alles wird durchgemengt.

Die Bacon Jam sollte nicht zu dick werden da sie nach dem Abkühlen noch fester wird.

Der Roadster ist bereit für den TÜV

Nach fast drei Jahren ist es vollbracht! Es war ein langer Weg und ich hatte gedacht es geht schneller. Aber so ist das manchmal, andere Aktivitäten und der Beruf hatten Vorrang. Schade, dass jetzt mein Lieblings-TÜV-Prüfer im Ruhestand ist und ich nun einen anderen finden muss, der mir diesen Umbau legalisiert. Da gibt es einiges, was zu beachten ist. Der alte Rahmen mit neuem Motor und die Trichter sind sicher für den ein oder anderen Prüfer Grund genug die Prüfung nicht durchzuführen.

Das Ergebnis ist so, wie ich es wollte. Eine erste Testfahrt zeigt, dass alles passt. Die Sitzergonomie mit dem höheren Lenker und die leicht nach hinten verlegten Rasten passt. Bin gespannt, wie es auf langen Strecken wird.

Das Getriebe geht Butterweich und der Motor hat ausreichend Dampf. Prima Sound, nicht zu laut und trotzdem beeindruckend. Da bin ich wirklich begeistert!

Hier die Bilder des aktuelle Standes, es fehlt noch der Schriftzug auf dem Tank.

Pulled Pork – Das erste Mal

Einer der Gründe, warum wir den Smoker angeschafft haben, war die Idee auch mal Pulled Pork zuzubereiten. Nach langer Einarbeitung und dem Verständnis für das Gerät bin ich das angegangen. Der Lockdown sorgt für ausreichend Zeit, man hat ja eh nix anderes zu tun. Das Leben ist reduziert auf Arbeiten im Home Office, kümmern um die Familie und grillen 🙂

Normaler Weise dauert Pulled Pork etwa 20 Stunden bei 110 bis 120 Grad. Leider ist das in der Zeit schwer einzuschätzen, denn das Fleisch geht nach etwa vier Stunden in eine Plateauphase. Während der Plateauphase findet auf dem Fleisch eine starke Form von Oberflächenverdunstung statt. Das Fleisch verliert während dem Garprozess Flüssigkeit, die ab einer Kerntemperatur von 72 – 74 °C anfängt zu verdunsten. Gleichzeitig wird im Fleisch Bindegewebe und Fett zersetzt. Man kann diese Phase umgehen, indem man das Fleisch nach 3 Stunden im Rauch in Butcher Paper einpackt. Damit wird die Verdampfung des Wassers verhindert und die Zeit reduziert sich auf ca. 7 Stunden. Netter Nebeneffekt ist, dass das Pulled Pork saftiger wird. Dafür fehlt die Kruste, auf die ich aber ganz gut verzichten kann.

Hier also mein Rezept:

Schweinenacken ( mindestens 2 Kg pro Stück) wird mit Senf und Rub versorgt und darf für 24 Stunden in Frischhaltefolie ziehen.

Danach kommt es für 3 Stunden bei 120 Grad in den Rauch des Smokers.

Nach drei Stunden sollte eine Kerntemperatur von mindestens 60 Grad erreicht sein.

Dann werden die Stücke in Butcher Paper verpackt. Dabei eine kleinen Schuss Cola und BBQ Soße mit zum Fleisch geben. Drumherum kommt dann Alufolie.

Dann wird für 4 Stunden bei 150-170 Grad weiter gegart. Die Kerntemperatur sollte am Ende bei 96 Grad liegen, dann ist das Fleisch gar. Wichtig ist eine Ruhephase von 30 min bevor das Fleisch ausgepackt wird.

So sieht es aus, wenn es frisch gepullt ist. Es ist wunderbar saftig und rauchig. Echt toll….

Serviert wird mit selbst gemachten Coleslaw Salat und BBQ Soße auf einem leckeren Burger Bun.

 

Hähnchen vom Smoker

Wer mag sie nicht? Leckere Hähnchenschenkel vom Smoker sind ein Genuß, es gibt aber ein paar Dinge zu beachten, damit sie auch knusprig werden. Geht man es falsch an, wird die Haut wie Gummi!

Mein Tipp ist es, die Schenkel am Tag vorher in Salz-Lake einzulegen. Die Vorbehandlung des Hähnchenfleischs mit einer Salzlake, die zusätzlich etwas Zucker enthält, erhöht den Flüssigkeitsgehalt im Fleisch. Aufgrund der Konzentrationsunterschiede zwischen Fleisch und Lake wandert das salz- und zuckerhaltige Wasser in das Fleisch und macht es so saftiger.

Für die Lake gebe ich in 1 Liter Wasser 4 EL Salz und 2 TL Zucker. 8-12 Stunden sollten die Schenkel das Bad genießen……

Vor dem Smoken werden sie abgetupft und mit Rub eurer Wahl gewürzt. Dann kommen sie auf den Rost und dürfen dann bei 180 – 200 Grad für 2 Stunden garen. Zwischendurch besprühe ich sie 2-3 mal mit Bier aus der Sprühflasche.

Die Kerntemperatur sollte 85 Grad erreichen, damit sie wirklich durch sind!

Als Beilage eignen sich gegrillte, gebutterte Maiskolben und Aprikosen. Die Aprikosen (abgetropft aus der Dose) mariniere ich mit Olivenöl, Salz und Chili. Dann kommen sie auf den Grill, bis sie angeröstet sind. Danach zurück in die Marinade, damit sie beim Servieren schön glänzen!

Wer keinen Smoker hat, kann auch den Grill benutzen. Dann kann der Rauch über Holzchips oder einen Kaltrauch-Generator erzeugt werden.

3-2-1 Rippchen > So mache ich sie

  1. Manche nennen sie die Königsdisziplin, aber so weit möchte ich nicht gehen. Ich finde Rippchen einfach gut, da sie lecker sind und es sie nicht alle Tage gibt. Vom Smoker sind sie am Besten, auch wenn ich sie auf dem Gasgrill schon ganz mannierlich hinbekommen habe.

Warum 3-2-1 Rippchen? Das erklärt die Zubereitungdauer wie folgt:
3 Stunden smoken, 2 Stunden dämpfen, 1 Stunde glasieren

Zutaten

  • Rippchen(Baby Back oder St. Louis Style Ribs)
    (Iberico oder andere teure Produkte machen keinen Sinn, der Rauch schmeckt zu intensiv, da braucht es keine „exotischen“ Zutaten)
  • BBQ-Rub
    Ich benutze Magic Dust, ich habe aber auch schon andere Rubs probiert, die ich gut fand. Trotzdem komme ich immer wieder auf Magic Dust zurück.
  • Barbecue Sauce (es darf keine rauchige und zu scharfe Sosse sein)
  • Ahornsirup
  • Apfelsaft

Anleitung

  1. Rippchen parieren, Silberhaut entfernen und beidseitig mit BBQ-Rub bestreuen. 30 Minuten je Seite warten, bis der Rub durchgefeuchtet ist. Viele lassen das über Nacht einziehen, das ist aber unnötig
  2. Grill oder Smoker auf 120 Grad Celsius einregeln, Rauch ist wichtig, dann die Rippchen 3 Stunden indirekt smoken. Ich nutze die Topfdeckelhalter von IKEA um mehr Rippchen neben die Flamme stellen zu können.
  3. Ribs nach drei Stunden mit etwas Apfelsaft in eine Edelstahlschale legen (gut wenn sie eine Gittereinlage hat, damit das Fleisch nicht im Saft liegt) und mit Alu-Folie fest einwickeln (der Dampf darf nicht entweichen) und nochmal zwei Stunden indirekt grillen bei 120 Grad.
  4. Nach der Folienphase vorsichtig aus der Folie entnehmen, zurück auf den Grill und mit einer Mischung aus Barbecue-Sauce (80%) und Ahornsirup (20%) glasieren. Ggf. nach 30 Minuten ein zweites Mal glasieren, ich belasse es aber bei einem mal.

Ich rechne pro Person mindestens einem Strang mit 600 – 700gr.
Wenn die Rippchen leichter sind, kann die Dämpf-Phase oder das glasieren verkürzt werden.

So sehen Sie dann aus

Die Geschichte des „Kaiserbaus“ – Hotel Europa

vom Flughafen-Hotel zum „Hotel Europa“
(Text: Bonner-General-Anzeiger, Fotos: ap)

Der Kaiserbau, benannt nach seinem Erbauer, ist fast zum Wahrzeichen Troisdorfs geworden. Für fast 30 Jahre prägte er das Bild an der A 59 bei Troisdorf.

Hier wollte der Bauunternehmer Franz Kaiser mit dem “Airport-Hotel” die zweitgrößte Herberge der Bundesrepublik und die größte in Westdeutschland errichten. Zwanzig Stockwerke und 60 Meter hoch, 74 Meter lang, mehr als 500 Zimmer, 1 200 Betten, ein Swimmingpool auf dem Dach und ein Baupreis von 45 Millionen Mark – das waren 1972 die Fakten, die alle Beteiligten jubilieren ließen.

 

1973 begannen die Bauarbeiten. Doch schon zwei Jahre später mussten sie wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten eingestellt werden. Lange blieb die Zukunft des Betonklotzes ungewiss. Vergeblich wurde nach Investoren gesucht, die das Projekt zu Ende führen wollten. 1997 dann der Entschluss, die Bauruine zu beseitigen.

 

Bis kurz vor der Sprengung konnte der Kölner Künstler HA Schult (Foto mit “seiner Muse” Elke Koska) das Hochhaus medienwirksam fast drei Jahre lang für sein Projekt “Hotel Europa” mit Portraits prominenter Personen aus Geschichte und Gegenwart an der Fassade nutzen.

 

Der Kaiserbau zerbirst zum Trümmerberg Am 13.Mai 2001 war es soweit: Der Riese sinkt, die Erde bebt, und eine gigantische Staubwolke steigt auf – Mehr als 20 000 Menschen erleben das Spektakel in aller Herrgottsfrüh.

“Da liegt er nun …” – ein wenig ungläubig und erstaunt klang ein Troisdorfer schon, als er am Sonntagmorgen die Sprengung des Kaiserbaues kommentierte. Um 8.01 Uhr hatte Sprengmeister Uwe Jacob auf den Knopf gedrückt und die 60 Meter hohe Bauruine an der Flughafen-Autobahn in die Luft gejagt.

Der Anfang vom Ende: Mehrere lautstarke Explosionen binnen weniger Sekunden zwangen den Kaiserbau in die Knie. Mit einem lauten Knall ging der Riese in die Knie, zerbarst in mehrere Teile und stürzte dann auf die Seite. Mehr als 40 000 Tonnen Stahlbeton ließen die Erde beben, dann wälzte sich eine gigantische grau-gelbe Staubwolke auf tausende Menschen zu, die das Spektakel verfolgten. Als sich der staubige Nebel nach einigen Minuten verzogen hatte, war vom Kaiserbau nur noch ein riesiger Trümmerhaufen übrig.

450 Kilogramm Amongelit beendeten in wenigen Sekunden lautstark die fast 31 Jahre währende Geschichte des Giganten. Wer die Sprengung morgens verpasst hatte, den zog es tagsüber zur Ruine:

Unzählige Menschen pilgerten bei Kaiserwetter zu den Trümmern des Kaiserbaues.

Auch wir sind bei der Sprengung dabei gewesen und die Staubwolke war gigantisch. Das sicher nicht zur Freude derer, die mit Cabrios angereist sind, natürlich alle mit offenem Verdeck. Da gab es viel Arbeit beim Putzen danach….

Hier noch einige Links:
Wikipedia
HA Schult
Kaiser Baugruppe
KuLaDig

Die Lok – Wenn es qualmt, wird es lecker

Schon lange nutze ich meinen Gasgrill hin und wieder auch zum räuchern. Es ist machbar auch auf so einem Teil gute Spareribs zuzubereiten. Es bedarf aber einer guten Raucheinheit und einer guten Planung um 3-2-1 Ribs zu smoken
(3 Stunden Rauch, 2 Stunden dämpfen und 1 Stunde glasieren).

Alles nicht so einfach und dann wird es auch auf meinem großen Grill schnell eng! Da war die Idee einen Smoker zu kaufen nicht mehr so abwegig.

Der Gang durch die Baumärkte und die Recherche im Netz zeigten schnell, wo die Reise hingeht. Die billigen „China-Smoker“ sind aus dünnem Blech, das hat zur Folge, dass die Temperatur nur schwierig auf einem permanenten Niveau von 120 Grad  gehalten werden kann. Da hilft nur viel Material, um diese Schwankungen auszugleichen. Es sollte ein Smoker mit dicker Wand (mind. 6mm Stahl) werden und ich habe mich lange umgetan, bevor ich den richtigen gefunden habe.

Das gute Stück wiegt fast 300 kg und ist ein „Reverse Flow Smoker“. Der Rauch aus der Feuerbox wird unter einer Platte im Gar-Raum geführt und danach zieht er über den Rost in den Kamin.

Hier ein erster Test mit größerer Menge, bis zu 18 Stränge kann ich einlegen. Dabei helfen die Topfdeckel-Halter von Ikea 🙂

Und nach 3 Stunden Rauch, 2 Stunden im Apfelsaft-Dampf und 1 Stunde glasieren (3-2-1) sieht es so aus und schmeckt wunderbar!

Der Dom steht nicht nur in Köln

Auch in Italien wurde er gebaut, denn den gibt es auch für die Vergaser meiner Guzzi. Die sind an der roten LM2 Serie, aber neuer Vergaser werden mit einem Zug direkt angesteuert. Das hat einige Nachteile, vor allem der Zugverlauf führt zu höherem Kraftaufwand. Mit den Domen ist das besser, hier wird mit einem Hebelwerk der Rundschieber angehoben.

Leider gibt es die Dome neu nicht mehr und man muss schnell sein, wenn man welche gebraucht findet. Wichtig ist, dass sie komplett sind, denn außer Dichtungen gibt es nur noch wenig Ersatzteile.

Diese hier waren komplett, sie wurden aufgehübscht und poliert. Jetzt zieren sie die Dellorto PHF 36 meiner Baustelle.

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